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Fotos von Ylur’s Ankunft

Ylur ist jetzt seit 2,5 Wochen in unserer WG und er hat sich schon ganz gut eingelebt. Natürlich ist noch vieles neu für ihn, gerade auch was den Reitschulbetrieb betrifft, das war er sich bisher nicht gewohnt. Aber er ist jetzt der grosse Star bei allen Reitschülerinnen, allerdings weiss er noch nicht so genau, wie man sich zu benehmen hat und er ist halt auch sehr neugierig. Daher gehe ich dann jeweils mit ihm auf den Auslaufplatz, damit wir die Reitschülerinnen nicht stören beim Striegeln und Bereitmachen unserer WG-Genossen und mache ein wenig Privatunterricht mit ihm.

In der Zwischenzeit hat nun Patrick auch endlich die Fotos aussortiert und eine kleine Galerie zusammengestellt.

Auf dem unteren Foto ist Ylur gerade mal 4 Tage alt und geniesst das gemeinsame Fressen mit seiner Mutter Tilvera.


Willkommen Ylur!

Wir haben ein spannendes und intensives Wochenende hinter uns. Fast auf den Tag genau 3 Jahre nach meinem Einzug in die Kipferhof-WG begrüssen wir ein neues Mitglied bei uns: Ylur, der Sohn von Tilvera, kam nach rund 3.5 Jahren von der Fohlenweid zurück nach Kölliken. Ylur wurde am 18. April 2017 geboren, also 1 Jahr vor meiner Ankunft und ich kannte ihn daher noch nicht, allerdings hat mir Tilvera sehr viel von ihm erzählt und Fotos gezeigt und ich war deshalb sehr gespannt auf ihn. Am Samstagmorgen war es also soweit, wir waren alle sehr angespannt. Damit Ylur die lange Fahrt aus der Ostschweiz nicht alleine machen musste, machte sich Tilvera zusammen mit Christina und einem befreundeten Pärchen auf den Weg. Kurz nach 11 Uhr trafen sie dann alle zusammen wieder in Kölliken ein. Reykur, Herjann und ich begaben uns schon mal auf die Wiese, um die Willkommensparty vorzubereiten und damit Tilvera mit ihrem Ylur vorgängig noch eine kleine Stallbesichtigung machen konnte. Nach dem Rundgang fand dann die grosse Begrüssung auf der Wieso statt, aber Ylur interessierte sich zuerst nur für das saftige Gras. Erst nach ein paar Minuten fanden die ersten friedlichen Beschnupperungen statt. Natürlich musste sich Ylur auch mal etwas umschauen und so entdeckte er auch die Nachbarspferde und Ziegen, es gibt halt wieder viel Neues für ihn zum Entdecken. Klar kannte er ja den Hof von seinen ersten Lebensmonaten, aber durch den Umbau hat sich doch einiges verändert und ich war ja damals auch noch nicht hier.

Da wir immer noch am Anweiden sind, wir dürfen erst seit rund 2 Wochen auf die Weide, hiess es dann nach schon nach etwa 3 Stunden zurück in den Stallbereich. Während sich Ylur auf der Weide vor allem an Herjann orientierte und alles sehr friedlich war, ging nun die Post ab und die Begrüssungsspiele begannen. Davor hat mich Patrick gewarnt, dass es jetzt mit der Ruhe etwas vorbei ist, aber wir werden ihm dann schon beibringen, dass wir bei unserem Schönheitsschlaf nach dem Mittagessen nicht gestört werden wollen.

Natürlich beginnt jetzt für Ylur auch der Ernst des Lebens, nachdem er auf den Fohlenweid vor allem seine sozialen Kompetenzen auf spielerische Art und mit Altersgenossen gelernt hat, beginnt jetzt die Ausbildung zum Reitpferd, eine intensive Zeit auch für seine Besitzerin Christina. Ich habe schon ein Gerücht gehört, dass er seinen eigenen Blog über die Ausbildung und seine Abenteuer führen wird. Auch ich werde meinen Beitrag zu seiner Ausbildung leisten, oft sind ja Tilvera, Herjann und Reykur unterwegs und somit wir beide alleine zuhause, also beste Voraussetzungen für Spezialaufgaben. Als erstes werde ich ihn mal unseren Nachbarpferden vorstellen und ihm zeigen, was man in der Freizeit so alles in Kölliken unternehmen kann.

In den nächsten Tagen gibt es dann noch eine Fotogalerie und vielleicht auch das eine oder andere Video, aber Patrick muss zuerst die Fotos aussortieren, hat er doch am Wochenende etwa 800 Fotos geschossen, die können wir euch hier natürlich nicht alle zeigen, zumal sind auch nicht alle gut geworden und viele sind auch ähnlich, aber es hat auch sehr viele gute Fotos darunter, was ich bis jetzt gesehen habe, ihr dürft also gespannt sein.


Frühlingsbeginn

Während Anfang Februar noch winterliche Verhältnisse und Temperaturen herrschten und wir uns pudelwohl fühlten, scheint seit ein paar Tagen der Frühling da zu sein, obwohl er ja meteorologisch erst morgen und astronomisch sogar erst in 3 Wochen beginnt, aber die Temperaturen scheinen für die Reiter schon etwas angenehmer zu sein als vorher, am schönsten ist es allerdings, dass die Tage deutlich länger werden. Dafür beginnt jetzt dann wieder die Phase des Fellwechsels, da werden sich unsere Besitzer und Reiter sehr freuen 🙂 

Es war ja ein wirklich toller Winter dieses Jahr, mit viel Schnee, und natürlich haben nicht nur wir tolle Winterfotos gemacht, sondern auch viele andere Isi-Besitzer. Der Verein Islandpferde-Vereinigung Schweiz hat daher einen Aufruf für Fotos gemacht und hat diese nun auf seinem Blog veröffentlicht: Was für ein Winter! Da findet ihr nicht nur ein Bild von mir, sondern auch von Reykur. Man erkennt auch, dass es an einigen Orten noch viel mehr Schnee hatte als bei uns, was natürlich nochmals tollere Bilder gab. Auch an den Action-Bildern können wir noch etwas arbeiten, da waren wir einfach meistens unter uns und meistens kein Fotoapparat in der Nähe, aber wir müssen uns ja auch noch etwas steigern können 🙂 Ach, hätten wir doch jedes Jahr so viel Schnee und dann vielleicht auch etwas länger.

Bei uns auf dem Hof hat sich auch noch einiges getan, Mitte Januar wurde die Stallerweiterung geliefert und aufgebaut. Hier schon mal ein erstes Bild, zwischenzeitlich sind auch die Seitenwände und ein Teil der Beleuchtung montiert. Sobald alles fertig ist, zeige ich euch dann weitere Fotos.


Schneetag

Wie ihr seht, geniesse ich den Schnee in vollen Zügen, es ist einfach nur herrlich, endlich Bedingungen, welche zu uns Isländer passen. Der gestrige Tag gehört bereits jetzt zu meinen Lieblingstagen in diesem Jahr, wir machten gestern wohl einer der schönsten Ausritte seit ich in der Schweiz bin. Zusammen mit Herjann (geritten von Leila) und Tilvera (geritten von Lena) machten Patrick und ich zu sechst einen wunderbaren Ausritt durch den Schnee. Da es im Wald zu gefährlich war (zahlreiche Bäume lagen am Boden) führte uns der Weg auf Feldwegen auf der Ebene Richtung Oberentfelden. Da war eine wahre Völkerwanderung unterwegs, es zog viele Leute nach draussen, zum Teil mit Schlitten, Pferden, Hunden. Anfangs Dorf ging es dann über den Bahnübergang in Richtung Golfplatz, aber da war zum Glück niemand am Spielen, sodass wir nicht auf die herumfliegenden Golfbälle achten mussten  🙂 Nach ein paar Hundert Meter ging es dann wieder in Richtung Kölliken weiter auf schneebedeckten Wegen (obwohl wir uns nicht sicher waren, ob da wirklich überall ein Weg war, aber die Leute hatten zumindest schon einen Weg gepfadet). Ab hier wechselten wir dann zwischendurch in den Galopp, was für ein Gefühl auf dieser weichen Unterlage und ich glaube, auch meinem Besitzer gefiel es, obwohl er beim galoppieren noch nicht so sattelfest ist, aber wir arbeiten daran. An der Uerke entlang und an der Badi vorbei führte uns der Weg ins Kölliker Oberdorf, wo wir dann auf die andere Dorfseite wechselten und gemütlich nach Hause ritten. Ich weiss nicht, wie lange wir genau unterwegs waren, Patrick hat auch vergessen, seine Reit-App zu starten, aber ich vermute, so 2 Stunden war wir locker unterwegs und es hat so viel Spass gemacht, gerade in dieser Konstellation. Patrick hat zwar die Reit-App vergessen, dafür hatte er aber die GoPro montiert, doch leider hält der Akku bei Daueraufnahme nur gut eine Stunde, sodass leider die spannendsten Abschnitte (mit dem Galoppieren) nicht mehr drauf waren.

In der Galerie findet ihr weitere Schnee-Fotos 🙂


Umbau Phase I beendet

Ich wünsche euch allen zuerst einmal ein gutes Neues Jahr, gute Gesundheit und dass das Leben bald mal wieder etwas normaler verläuft und dadurch dieses Jahr wieder der eine oder andere Anlass durchgeführt werden kann.

Bei und verlief das 2020 in doppelter Hinsicht nicht normal, da war einerseits das Corona-Virus und der damit verbundene Lockdown und die ausgefallenen Anlässe, und andererseits lebten und arbeiteten wir monatelang auf einer Baustelle, wobei das Ergebnis sehr erfreulich ist. Die erste Phase des Umbaus konnte Mitte November abgeschlossen werden, da wurde der Sand für unseren neuen Auslaufplatz geliefert und seither geniessen wir den neuen und grösseren Platz in vollen Zügen. So dient uns der neue Auslauf nicht nur als Liegeplatz, sondern wir können uns hier auch nach Lust und Laune austoben. Ich glaube, ich habe euch nie erzählt, wie der Platz zwischenzeitlich aussah, es war gar nicht mehr lustig, es war die reinste Sumpflandschaft. Als ich im April 2018 hier einzog, war alles gut, der Platz war zwar kleiner, aber mit Holzschnitzel bedeckt und wir konnten uns da vertun. Im Herbst 2019 änderte sich dies dann fast schlagartig, der viele Regen konnte nicht mehr ablaufen und der Platz wurde zu einer Schlammschlacht. Eigentlich sind ja Schlammpackungen gut für die Haut (sagt man zumindest), aber das war etwas zu viel des Guten. Die nächsten Monate waren nicht so lustig, weder für uns, noch für die Besitzer, noch für die Reitschüler. Aber nun gehört dies der Vergangenheit an und wir freuen uns jeden Tag daran.

Nebst dem neuen Platz gab es auch eine grössere Nutzfläche direkt vor dem Stall und da der Stall etwas 1.5m höher liegt, hat man von da aus auch einen tollen Überblick auf den Auslauf. Hier haben wir nun zusätzlichen Platz um uns aufzuhalten und auch zum Putzen und Bereitmachen zum Ausreiten. Wenn alles gut läuft, dann sollte jetzt im Januar noch die Stallerweiterung geliefert und angebaut werden, da sind wir ebenfalls sehr gespannt, weil dies können wir uns noch nicht so ganz vorstellen, beim Platzumbau haben wir den Fortschritt mitbekommen und selber mitgeholfen, aber bei der Stallerweiterung – das ist die Phase II – konnten wir uns nicht einbringen. Im Sommer folgt dann noch die Phase III, dies betrifft uns selber aber am wenigsten, aber mein Besitzer und die Reitschülerinnen, bzw. deren Eltern, werden es zu Schätzen wissen, denn es gibt einen neuen Besucherparkplatz. Zwischen den Reitstunden gibt es da manchmal fast ein kleines Verkehrschaos, wenn die einen gebracht und die anderen abgeholt werden. Zudem parkieren die meisten Personen vorwärts auf den Parkplatz (ist auch viel einfacher), müssen dann aber rückwärts auf die Hauptstrasse fahren (was eigentlich verboten und auch nicht immer ganz einfach ist). Der neue Parkplatz wird also für mehr Sicherheit sorgen und man wird auch besser ein- und aussteigen können. Aber bis zu den Sommerferien müssen wir noch mit der jetzigen Situation leben.

So, nun habt ihr einiges über die Bautätigkeiten bei uns erfahren, viele zusätzliche Bilder findet ihr in der Foto-Galerie. Wir freuen uns nun auf ein tolles Jahr, mit tollen Reiterlebnissen, interessanten Reitkursen und vielleicht dem einen oder anderen Patrouille-Ritt. Am meisten freuen wir uns aber über die Rückkehr von Ylur, dem Sohn von Tilvera, im April. Ich bin sehr gespannt auf ihn, da ich ihn noch nicht kenne, aber Tilvera erzählt viel von ihm. Es wird ein interessantes erstes Halbjahr.

So, nun habt ihr einiges über die Bautätigkeiten bei uns erfahren, viele zusätzliche Bilder findet ihr in der Foto-Galerie. Wir freuen uns nun auf ein tolles Jahr, mit tollen Reiterlebnissen, interessanten Reitkursen und vielleicht dem einen oder anderen Patrouille-Ritt. Am meisten freuen wir uns aber über die Rückkehr von Ylur, dem Sohn von Tilvera, im April. Ich bin sehr gespannt auf ihn, da ich ihn noch nicht kenne, aber Tilvera erzählt viel von ihm. Es wird ein interessantes erstes Halbjahr.


Frohe Weihnachten

Meine Mitbewohner und ich wünschen euch allen frohe und besinnliche Weihnachten.


Schnee zum Winteranfang

Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang hat es auch hier bei uns im Unterland geschneit, aber leider lag die Temperatur deutlich über 0 Grad, sodass der Schnee relativ schnell zu Schneematsch wurde und dahinschmolz. Unser Fell war dadurch auch pflotschnass wie bei normalem Regen, wäre es kälter gewesen, hätten wir zwar wie ein Schneehase ausgesehen, aber das Fell wäre nicht so nass geworden.

Normalerweise haben Patrick und ich ja am Dienstagnachmittag entweder Reitstunde oder wir machen freies Ausreiten. Heute war Patrick aber nicht zum Reiten zumute, sodass wir zusammen einen rund stündigen Spaziergang durch den verschneiten Wald machten. Nur tropfte es halt leider von den Bäumen herunter und bei Patrick manchmal direkt in den Nacken, hihi, das kann mir nicht passieren. Auf die schnelleren Gangarten verzichteten wir ausnahmsweise, da der Boden doch recht rutschig war und Patrick nicht riskieren wollte, dass er beim Rennen ausrutscht, selbst ich musste zwischendurch aufpassen, mit den Hufeisen und dem nassen Schnee auf den (asphaltierten) Wegen war es auch nicht immer ganz einfach.

Vor ein paar Wochen hatten wir Besuch von Anne-Louise Haas-Brunner (equusenerges-pferdeosteotherapie.ch), sie macht Pferdephysiotherapie und Pferdeosteopathie und checkte uns alle mal durch. Dabei prüfte sie nicht nur unsere Muskulatur, sondern löste auch einige Blockaden. Uff, tat das gut, nur leider spürten wir das dann alle noch die nächsten Tage 🙂 Zum Glück hatten wir den nächsten Tag alle frei. Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, habe ich im letzten Winter häufig gebockt, das war auch mit ein Grund für die Untersuchung, und dabei stellte sich heraus, dass mein rechtes hinteres Huf (weiss leider gerade nicht mehr den genauen Ausdruck, welches ?-Bein oder ?-Gelenk) relativ locker ist und sich dann das über die Hüfte auf den Rücken ausgewirkt hat, sodass ich dann leider zwischendurch gebockt habe. Dass ich zudem noch viel Energie hatte, verstärkte das Problem. Wie auch immer, mit speziellen Übungen sind wir jetzt dabei, mein Huf zu stärken, dazu muss ich jeweils mit dem entsprechenden Bein auf einem Balance-Pad stehen und weil das ja weich ist, muss ich ständig mit dem Bein den Körperschwerpunkt ausgleichen. Und damit ich ja auch auf dem Balance-Pad stehe (und nicht nur so mit dem vorderen Hufteil andeute), hebt mir Patrick eines der beiden vorderen Beine hoch. Am Anfang mochte ich diese Übungen überhaupt nicht, aber so langsam ist es ok und schlussendlich hilft es mir ja auch. Nebst dieser Bodenübung, machen wir noch weitere Übungen während dem Ausritt, wie links- und rechtsbeugen oder Kopf tief, damit der Rücken hoch kommt. Langweilig wird es uns jedenfalls so schnell nicht. 


Herbst-Stimmung

Letzten Freitag haben Patrick und ich einen wunderbaren Ausritt durch den Kölliker und Entfelder Wald gemacht. Am Morgen hatte es allerdings zuerst noch dicken Nebel, wie es halt hier im Mittelland zu dieser Jahreszeit so üblich ist, nach dem Mittag verzog sich der Nebel dann aber ziemlich rasch und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und so war es naheliegend, dass Patrick Feierabend im Homeoffice machte und zu mir kam, auf dass wir zusammen diesen wunderbaren Herbstnachmittag geniessen konnten.

Dieses Mal habe ich geschaut, dass ich nicht allzu dreckig war, sodass das Putzen nicht lange ging und wir die Zeit vor dem Eindunkeln optimal ausnutzen konnten. Beim Aufsatteln fiel Patrick noch das Peitschchen runter und er mochte nicht nochmals absteigen, sodass wir ohne losgeritten sind, aber ich glaube, es ging auch gut ohne, ich war schon motiviert genug zum ausreiten. Einen genauen Routenplan hatten wir nicht, es ging einfach mal Richtung Büeblihofstrasse und dann im Wald Richtung Entfelden. Wir hatten uns einfach eine Weggabelung gesetzt, wo wir hin wollen, da wir ab dort den Heimweg kennen, aber wie wir zu diesem Punkt kommen, das war völlig offen und so entschieden wir uns bei (fast) jeder Kreuzung aufs Neue, wo wir weiterreiten. Jedenfalls war unser Orientierungssinn nicht so schlecht, auch wenn wir einige neue Wege ausprobierten, so landeten wir doch bei den angepeilten Koordinaten und von dort aus ging es dann gemütlich heimwärts. Das obige Foto entstand auf dem Heimweg, fast an der Grenzen zu Gretzenbach, ein Velofahrer überholte uns und daher blieben wir kurz stehen, beziehungsweise dann etwas länger, da die Stimmung einfach so toll war, wie das Licht durch den Wald schimmerte und man nur Vogelgezwitscher hörte, eine fast mystische Stimmung. Aber diese paar Minuten taten sehr gut, so fern vom Alltag und diesem komischen Virus, den alle Leute schon fast etwas verrückt macht. Ich glaube, auch meinem Besitzer setzt das Virus – bzw. die Auswirkungen davon, er ist ja nicht daran erkrankt – immer mehr zu, aber als diplomiertes Therapiepferd kann ich da ganz gut helfen und so ging er dann jedenfalls sichtlich entspannter und zufriedener nach Hause.

Noch ein kurzes Update zu den Bautätigkeiten bei uns. In den letzten Wochen ging es zwischendurch immer wieder mit grossen Schritten vorwärts, wenn wir nicht immer gerade im Weg standen, dabei wollte ich doch nur helfen. Oben begutachte ich gerade die neue Mauer, die ich betoniert habe. Dadurch haben wir jetzt einen grösseren Vorplatz vor dem Stall. Der untere Auslaufplatz, wo Patrick und ich dann auch mal Bodenarbeit und Agility machen können, ist in der Zwischenzeit auch schon fast fertig, auf dem Bild oben ist er noch eine Steinwüste und auf dem unteren Bild sind die Drainage, die Matten und eine erste Deckschicht eingebaut, sowie die Umzäunung ist fertig. Wenn alles normal läuft, dann kommt diese Woche noch der Sand darauf und dann ist die erste Bauphase fertig. Im nächsten Jahr wird dann der Stall noch umgebaut und bei den Parkplätzen für die Autos gibt es auch noch Anpassungen. Ich denke, wenn Patrick das nächste Mal vorbei kommt, wird er ein Fotos machen, damit ihr seht, wie unser Zuhause nun aussieht.


Ferienbericht

Lange musstet ihr jetzt wieder auf einen neuen Bericht von mir warten, es lief einfach wieder so viel hier auf dem Hof und auch mein Besitzer und Schreiberling war in den letzten Wochen ziemlich ausgelastet. Ich wollte euch schon lange von unseren Ferien erzählen, also wir blieben ja Zuhause, machten aber doch einige Ausritte, aufgrund der Hitze entweder am Morgen oder dann erst gegen Abend. Unser längster Ausflug führte uns auf die Schorüti zum Häxe-Brünneli, vom Hof aus gesehen ist das auf der gegenüberliegenden Seite von Kölliken an der Grenze zu Uerkheim. So ging es also zuerst einmal quer durchs Dorf bis zum Schützenhaus, dort stiessen die Eltern von Patrick zu uns. Zuerst gemeinsam, nachher wieder getrennt (ich lief halt einfach schneller) ging es den Hügel hinauf, bis sich dann eine tolle Aussicht bot. Beim Rastplatz gab es dann Mittagessen, Rüebli und Gras, selbstversändlich hatte es auch einen Getränkeautomat mit frischem Wasser. Aber was definitiv fehlt, ist ein Anbindebalken für uns Pferde, so musste halt ein Baum reichen, aber ideal ist es schon nicht.

Nach dem Mittagessen ging es für Patrick und mich dann weiter durch den Wald bis nach Safenwil, wo wir dann wieder in den nördlichen Wald in unser Stammgebiet wechselten und dann auf den bekannten Wegen zurück zum Hof ritte. Natürlich zwischendurch auch mal noch im Trab, einmal mochte ich fast nicht mehr aufhören zu traben, wir verfehlten fast noch die Abzweigung im Wald. Zurück auf dem Hof waren meine Mitbewohner bereits auf der Weide. Für mich gab es dann noch ein wenig Hestamix Müesli und Leckerli und anschliessend durfte ich dann auch auf die Wiese.

Aussicht auf der Schorüti Richtung Uerkheim
Unsere Route

Nebst diesem speziellen Ausflug, haben wir auch noch ein neues Gadget ausprobiert, Patrick hat sich eine GoPro Hero 8 Black gekauft, das ist so eine Action-Kamera, die man am Reithelm oder auch direkt an mir befestigen und dann während dem Ausritt Aufnahmen machen kann. Allerdings sind wir da noch etwas am üben, wie es am besten herauskommt. Bei der normalen Aufnahme reicht der Akku leider nur für eine Stunde, aber das wussten wir das erste Mal noch nicht, sodass wir keinen Ersatzakku dabei hatten. Beim zweiten Versuch machten wir eine Zeitraffer-Aufnahme, da reichte der Akku für den ganzen Ausritt. Nur sieht man dann halt bei dieser Art nicht mehr alle Details, aber es sieht cool aus. Ein weiteres Mal haben wir die Kamera direkt auf meinem Kopf montiert, allerdings etwas schräg und so war fast immer mein linkes Ohr im Weg. Aber eben, wir sind da noch am ausprobieren und üben. Nachfolgend ein paar Bilder aus den Filmen, später kommt sicher dann mal ein ganzes Video hinzu, aber da müssen wir noch etwas mehr Filmmaterial herstellen und dann nachbearbeiten.

Im nächsten Bericht erzähle ich euch dann von den Bauarbeiten auf unserem Hof, es wird langsam aber sicher ziemlich cool, und von meiner Physiotherapiestunde.


Ich bin ein Einhorn

Da soll noch jemand behaupten, Einhörner seien ausgestorben 🙂 Ne, ich habe mich für die Kinder in der Ferienwoche nur verkleidet und eigentlich war es noch recht praktisch, wenn die Haare nicht immer so weit ins Gesicht kommen. Die insgesamt 3 Kinderreitwochen in den Sommerferien haben mir und auch meinen Mitbewohnern viel Spass gemacht, es war sehr abwechslungsreich, wir waren viel im Wald unterwegs, aber zwischendurch gab es auch mal einen Parcours. Mit dem Wetter hatten wir bis auf wenige Ausnahmen viel Glück, manchmal war es für uns Isländer schon etwas heiss, vielleicht sollten wir Christina mal überreden, im Winter eine Reitwoche zu machen, dann haben wir dann Energie, hm, vielleicht fast zu viel Energie für die Kinder, ok, bleiben wir lieber im Sommerhalbjahr. Die nächsten Reitwochen sind dann in den Herbstferien, von den Temperaturen her ist es dann schon etwas angenehmer für uns. Nächste Woche könnten wir uns eigentlich erholen, da noch keine Reitstunden stattfinden, aber mein Besitzer will unbedingt ein paar längere Ausritte mit mir machen und mir auch ein paar neue Ecken von Kölliken zeigen. Aber ich glaube, er kommt schon nicht jeden Tag, sonst muss ich mit ihm unter 4 Augen sprechen, schliesslich möchte ich zwischendurch auch meine Ruhe. Aber ich bin gespannt, wohin er mit mir ausreiten will. Ich erzähle es euch dann in einem der nächsten Beiträge.